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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Trotz Erntewetter war der Augustzuchtviehmarkt des Fleckviehzuchtverbands in der Tierzuchthalle in Osterhofen sehr gut besucht. Für jedes der 68 aufgetriebenen Fleckviehzuchttiere fanden sich Käufer und auch das Preisniveau ist gegenüber dem Vormonat deutlich angestiegen.

Aufgrund der Qualität und der Zuchtwerte waren die Zuchtbullen für die Besamungsstationen sehr interessant. Drei Bullen wurden schließlich von der Station Neustadt für die EUROgenetik zum Durchschnittspreis von 22.167 € ersteigert, die somit in Deutschland und Österreich als Besamungsbullen zum Einsatz kommen. Der Tageshöchstpreis ging an die Katalognummer 2, einen Mint-Sohn gezüchtet von Josef Knon in Hundsruck bei Untergriesbach. Dieser Bulle stammt aus einer Jungrinder-Spülung im Rahmen des niederbayerischen ET-Zuchtprogramms. Die Mutter Liliane, eine Hutera-Tochter, hat mittlerweile eine Erstlaktation mit über 10.000 kg Milch abgeschlossen. Mit einem gGZW von 136 nimmt dieser Bulle den 3. Platz von derzeit 493 typisierten Mint-Söhnen ein. Aufgrund seines vorgeschätzten Euterzuchtwertes von 135 gehört er in diesem Bereich ebenfalls zu den Top Ten der aktuell verfügbaren Fleckviehbullen. Der Zuschlag erfolgte schließlich bei 35.500 €. Auch die Katalognummer 1 von Anton und Patrick Obermeier aus Arnhofen war sehr gefragt, so dass auch bei diesem Impression-Sohn ein Spitzenpreis in Höhe von 27.500 € erzielt wurde. Der Bulle war mit knapp 12 Monaten und einer Widerristhöhe von 137 sehr gut entwickelt und nimmt mit Platz 13 von 376 Impression-Söhnen ebenfalls eine Spitzenstellung ein. Zudem ist Muttersvater Hutera interessant. Der dritte Besamungsbulle stammt ebenfalls aus dem Zuchtbetrieb von Anton und Patrick Obermeier. Mit GZW 125 und MW 128 gehört auch dieser Bulle zur Spitzengruppe der Pandora-Söhne (Platz 15 von 672). Für 3.500 € wechselte dieser Bulle den Besitzer. Von Milchviehhaltern wurden drei weitere Bullen, davon zwei natürlich hornlos, für den Deckeinsatz erworben, wobei im Mittel 1.917 € im Ring geboten wurden. Großes Kaufinteresse bestand auch bezüglich der 54 angebotenen Jungkühe, die sich mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 27,5 kg sehr leistungsbereit zeigten und im Mittel für 1.479 € gehandelt wurden. Auch das Exterieur und das Gewicht der Tiere beeinflussten den Verkaufserlös, der sich in einer Spanne von 1.000 bis 1.940 € bewegte. Das Höchstgebot von 1.940 € erzielte der Betrieb Hackl Johann aus Laufenau im Landkreis Landshut für eine September-Tochter mit 650 kg Gewicht und einer Tagesmilchmenge von 37,6 kg. Für 5 Kühe mit mehr als einer Kalbung bzw. für 3 Kalbinnen ergaben sich Erlöse von im Schnitt 1.320 € bzw. 1.360 €.

Die nächste Großviehversteigerung findet in Osterhofen am 07. September 2016 statt.

Anmeldeschluss ist am Mittwoch, 24. August 2016

Statistik Großviehmarkt in Osterhofen am 3.08.2016

Tierart Wertklasse Anzahl
verkauft
Durchschn.-Preis ohne MwSt Milchmenge
Bullen I 3 22.167  
II 3   1.917
III 0 0
Gesamt   6 12.042  
 
Kühe I 0 0 0
II 4 1.295 0
III 1 1.420 0
Gesamt   5 1.320 0
 
Jungkühe I 0 0 0
II 47 1.517 28,0
III 7 1.217 24,5
ohne Bew. 0 0 0
Gesamt   54 1.479 27,6
 
Kalbinnen I 0 0  
II 2 1.430
III 1 1.220
    3 1.360  
 
Jungrinder
II 0 0 0
III 0 0 0
Gesamt   0 0 0
 
Tiere gesamt 68