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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Erfolgreicher Zuchtviehmarkt trotz schwieriger Witterungsbedingungen

Trotz des Wintereinbruchs am vergangenen Mittwoch mit zum Teil schwierigen Straßenverhältnissen gerade im Bayerischen Wald konnte wieder ein erfolgreicher Zuchtviehmarkt mit 111 aufgetriebenen Fleckviehtieren an der neuen Vermarktungsanlage in Osterhofen durchgeführt werden.

Auch dem Besuch tat das Schneetreiben keinen Abbruch und aufgrund der Schulferien waren auch wieder viele Kinder mit dabei. Mit geringer zeitlicher Verzögerung konnte die Versteigerung beginnend mit den Zuchtbullen starten. An die Spitze der Bullen hatte die Bewertungskommission die Katalognummer 1 von Anton und Patrick Obermeier aus Arnhofen im Landkreis Kelheim gestellt. Dieser Bulle mit einem Alter von gerade 12 Monaten ist nach genomischem Gesamtzuchtwert der beste von bisher 68 Söhnen des Bullen Neuner. Mit Vater Neuner und Mutters-Vater Hutera ergibt sich auch eine interessante weil eher seltene Linienkombination. Für 8.600 Euro Steigerungspreis wurde der Bulle schließlich von der Besamungsstation Neustadt/Aisch erworben. Zum Durchschnittspreis von 2.125 Euro wurden zwei weitere Bullen von Milchviehbetrieben für den Deckeinsatz angekauft. Mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 27,2 kg präsentierten sich die 82 aufgetriebenen und auch verkauften Jungkühe sehr leistungsstark, wobei 16 % der Tiere bereits wieder garantiert tragend waren. Die beiden Spitzenjungkühe stammten beide aus der Zuchtherde von Josef-Florian Kraus in Bärmannsried bei Teisnach und werden auch künftig zusammen Milch produzieren, da sie beide von Gerhard Primbs in Absetz bei Schwarzach ersteigert wurden. Beide Jungkühe, eine Zauber- bzw. eine Narr-Tochter, mit korrektem Exterieur und bestem Doppelnutzungstyp, bei ca. 675 kg Gewicht und einer Tagesmilchmenge von rund 30 kg, erzielten Versteigerungserlöse von 2.020 bzw. 1.980 Euro. Der Tageshöchstpreis bei den Jungkühen von 2.040 Euro ging an Robert Koller in Pretz, Gemeinde Tittling für seine Hagwirt-Tochter mit 700 kg Gewicht, 30,6 kg Milch und zudem war diese bereits wieder garantiert tragend.
Acht Kühe mit mehr als einer Kalbung, zum Teil aus Bestandsauflösungen, wurden im Schnitt für 1.338 Euro versteigert. Typisch für Vermarktungsform der Versteigerung ist die starke Preisorientierung entsprechend der Qualität der Tiere. Dies zeigte sich auch anhand der sehr unterschiedlichen Qualität der 14 verkauften Kalbinnen, so dass sich eine Preisspanne von 1.050 bis 1.760 Euro ergab. Im Mittel wurden für die Kalbinnen 1.337 geboten. Der nächste Zuchtviehmarkt in Osterhofen findet am Mittwoch den 15. Februar 2017 statt.

Statistik Großviehmarkt in Osterhofen am 04.01.2017

Tierart Wertklasse Anzahl
verkauft
Durchschn.-Preis ohne MwSt Milchmenge
Bullen I 2 5.525  
II 1 1.800
III 0 0
Gesamt   3 4.283  
 
Kühe I 0 0 0
II 7 1.380 27,5
III 1 1.220 0,0
Gesamt   8 1.357 27,5
 
Jungkühe I 0 0 0
II 74 1.582 27,6
III 8 1.208 24,2
ohne Bew. 0 0 0
Gesamt   82 1.546 27,2
 
Kalbinnen I 0 0  
II 10 1.345
III 4 1.303
    14 1.333  
 
Jungrinder
II 0 0 0
III 0 0 0
Gesamt   0 0 0
 
Tiere gesamt 106