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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Statistik Großviehmarkt 15.02.2017

Osterhofen mittlerweile einer der bedeutendsten Zuchtviehmärkte Bayerns

Ein dreiviertel Jahr nach der Eröffnung der neuen Vermarktungsanlage in Osterhofen durch den Zuchtverband für Fleckvieh in Niederbayern ist diese immer noch Anziehungspunkt für viele Besuchergruppen.

So wurden beim Großviehmarkt am 15. Februar 2017 Rinderzüchter aus dem benachbarten Oberösterreich, der Frauenbund Wallerdorf und die Schüler im Praxisjahr der Landwirtschaftsschule Passau über die Abläufe bei einer Zuchtviehauktion informiert. Aber nicht nur die Besucher sondern auch eine große Anzahl an Kaufinteressenten waren beeindruckt von dem mit 146 Zuchttieren bisher größten Angebot bei einer Auktion in Osterhofen. Innerhalb kurzer Zeit hat sich damit Osterhofen zu einem der bedeutendsten Vermarktungsstandorte in Bayern entwickelt. Das Interesse der anwesenden Besamungsstationen konzentrierte sich auf einen reinerbig hornlosen Vorster-Sohn von Claudia Penzkofer aus Schlatzendorf bei Viechtach. Vorteil bei diesem Bullen ist, dass alle seine Nachkommen natürlich hornlos sind. Bei einem Alter von knapp 13 Monaten zeigte der Bulle eine sehr gute Entwicklung mit bester Bemuskelung und korrektem Fundament. Aufgrund seiner Zuchtwerte verspricht er auch bei seinen Nachkommen beste Fitnesseigenschaften wie gesunde Euter, Langlebigkeit, leichte Kalbungen sowie formal sehr korrekte Kühe. Den Zuschlag für diesen Bullen erhielt schließlich die Besamungsstation Bayern-Genetik bei einem Gebot von 12.600 €. Sieben weitere Bullen wechselten für durchschnittlich 1.757 € die Besitzer und werden im Natursprung eingesetzt. Bei der Kategorie der Jungkühe wurde mit 103 verkauften Tieren erstmals die Marke von 100 überschritten. Das Kaufverhalten der Landwirte ist als sehr qualitätsorientiert zu bewerten, wobei für 75 Jungkühe der Wertklasse 2 mit einer Tagesmilchmenge von 27,5 kg im Mittel 1.624 € investiert wurden. 27 Tiere der Wertklasse 3 waren zu deutlich günstigeren Preisen von im Schnitt 1.189 € zu haben. Die Spitzenjungkuh, eine Wyoming-Tochter von Josef Kranzlhuber aus Kranzlhub, Landkreis Rottal-Inn, wurde in die seltene Wertklasse 1 eingestuft. Diese Kuh mit einem Gewicht von 656 kg, guter Melkbarkeit und einer Tagesmilchmenge von 31 kg war dem Käufer 2.240 € wert. Der Durchschnittspreis für alle Jungkühe, von denen 17 bereits wieder garantiert tragend waren, ergab sich bei 1.516 €. Für die Gruppe der 19 Kalbinnen wurden Preise zwischen 1.000 € und 1.600 € geboten, wobei sich ein Durchschnitt von 1.474 € errechnete. Der Tageshöchstpreis von 1.600 € ging an eine Wildhonig-Tochter mit 782 kg Gewicht aus dem Züchterstall von Konrad Aigner in Reith bei Arnstorf. Abschließend standen diesmal auch zwei Jungrinder zum Verkauf, die im Mittel für 890 € versteigert wer-den.