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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: Rau-Tochter von Graf Josef in Besensandbach (Lkr. PA) erzielt den Tageshöchstpreis von 2.440 €.

Statistik Großviehmarkt 19.04.2017

Jungkuhpreise gegenüber Märzmarkt angestiegen

Im Vorfeld des April-Zuchtviehmarktes in Osterhofen hatten viele Marktbeteiligte für die Woche nach Ostern mit Feldarbeiten zur Maissaat gerechnet, so dass mit 100 Stück deutlich weniger Verkaufstiere angemeldet waren.

Der Wetterumschwung mit Frost, Regen und z.T. Schnee hat dann jedoch Feldarbeiten verhindert. Insgesamt 73 Zuchttiere wurden schließlich am Markttag vorgestellt, für die sich auch entsprechende Kaufangebote ergaben. Eine kleine, aber sehr formstarke Gruppe von 5 Zuchtbullen konnte die vorhandene Nachfrage nicht decken. Zu Preisen von 2.000 € bis 2.250 € bei im Mittel 2.080 € wechselten die Bullen flott die Besitzer und werden jetzt für den Deckeinsatz in niederbayerischen Milchviehbetrieben verwendet. Der Tageshöchstpreis von 2.250 € wurde für einen natürlich hornlosen Mupfel-Sohn aus dem Züchterstall von Manfred Weiß in Ebertsried bei Kirchberg (Lkr. Regen) geboten. In der Kategorie der Jungkühe waren 50 Tiere vertreten, die sich mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von hervorragenden 29,1 kg Milch sehr leistungsstark präsentierten. Dies wurde mit einem Steigerungspreis von im Mittel 1.544 € honoriert, der damit um 25 € höher lag, als beim Zuchtviehmarkt im März. Je nach Qualität schwankten die Preise zwischen 1.040 € und 2.440 €, wo-bei der Tageshöchstpreis an eine Rau-Tochter mit 675 kg Gewicht und einer Tagesmilchmenge von 29,4 kg vom Betrieb Graf Josef in Besensandbach, Gemeinde Windorf (Lkr. Passau) ging. Zudem stammt diese Jungkuh aus einer sehr langlebigen Mutterlinie. So hat die Mutter bereits siebenmal gekalbt und steht noch im Betrieb Graf und die Großmutter hat neunmal gekalbt. Sieben Kühe mit mehr als einer Kalbung, zum Teil aus einer Bestandsauflösung, erzielten im Schnitt einen Verkaufserlös von 1.420 €. Aufgrund der aktuell hohen Kälberpreise waren auch die bereits tragenden Kalbinnen gefragt, wobei im Durchschnitt 1.424 € geboten wurden. Der Höchstpreis in dieser Tierkategorie von 1.620 € wurde für eine Reumut-Tochter von Berta Moosbauer aus Oberthalham, Haarbach (Lkr. Passau) bezahlt. Auch diese Zuchtrinderversteigerung in Osterhofen war wieder sehr gut besucht. Neben den Kaufinteressenten waren u.a. der Frauenbund Winzer sowie der Bauausschuss des Rinderzuchtverbandes Franken vor Ort. Letztere haben sich das neue, anbindelose und tierfreundliche Aufstallungsverfahren sowie die Vermarktungsabläufe angesehen, um dies auch an der Vermarktungsanlage in Ansbach umzusetzen. In Osterhofen wurden in diesem Bereich neue Standards gesetzt, die jetzt in vielen anderen Regionen übernommen werden. Die nächste Zuchtviehauktion in Osterhofen findet am Mittwoch den 17. Mai 2017 statt.