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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: Familie Weiß in Ebertsried und Zuchtleiter Tischler freuen sich über den Spitzenbullen der Auktion, einen natürlich hornlosen Mint-Sohn.

Statistik Großviehmarkt 17.05.2017

Jungkühe überzeugen mit durchschnittlichem Tagesgemelk von 30,4 kg!

Aufgrund des endlich schönen Wetters war das Silieren des ersten Grünlandschnittes in vollem Gange, so dass die Anzahl der Marktbesucher und die Anzahl der aufgetriebenen Tiere beim Maizuchtviehmarkt in Osterhofen geringer ausfielen, als bei den letzten Auktionen.

Die gute Qualität der vorgestellten Tiere führte jedoch bei allen Verkaufskategorien zu höheren Erlösen. Zu Beginn der Versteigerung standen 10 Zuchtbullen zum Verkauf, von denen 8 verkauft werden konnten. Vor allem die Katalognummer 1 hatte das Interesse von 5 bayerischen Besamungsstationen geweckt. Dabei handelte es sich um einen natürlich hornlosen Mint-Sohn aus der bekannten W-Linie des Zuchtbetriebes von Manfred Weiß in Ebertsried bei Kirchberg (Landkreis Regen). Dieser mit 12 Monaten bestens entwickelte Bulle brachte 617 kg auf die Waage und erzielte damit Tageszunahmen von 1.572 g. Der Bulle stammt aus einem Jungrinder-ET im Rahmen des niederbayerischen ET-Programms und kann mit Mint x Witam x Ruptal auch eine interessante Abstammung vorweisen. Mit einem genomischen GZW von 128 steht er an 34. Stelle von bisher 729 Mint-Söhnen und ist zudem natürlich hornlos. Auch die weiteren Zuchtwerte von MW 119, FW 106 und FIT 117 sind sehr ausgeglichen und beim Exterieur glänzt der Euterzuchtwert von 124. Nach einem langen Winkerduell ging der Zuschlag bei 45.500 € schließlich an die Besamungsstation Höchstädt. Die weiteren 7 Bullen wurden zu Preisen zwischen 1.750 € und 2.400 € von Milchviehbetrieben für den Natursprung ersteigert, von denen 6 in Betrieben Nord- und Westdeutschlands zur Verbesserung der Fleischleistung und der Fitnesseigenschaften in Holsteinherden zum Einsatz kommen. Mit 30,4 Kilogramm Tagesmilchmenge zeigte sich die Gruppe der 44 Jungkühe enorm leistungsstark. Dies wurde mit einem durchschnittlichen Steigerungspreis von 1.592 € belohnt. Für die 31 Jungkühe der Wertklasse 2 ergab sich sogar ein Durchschnittspreis in Höhe von 1.664 €. Den Tageshöchstpreis von 2.080 € erzielte Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen (Landkreis Landshut) für eine Wille-Tochter mit 635 kg Gewicht, einer Tagesmilchmenge von 35 kg und bester Melkbarkeit. Für 3 Kühe mit mehr als einer Kalbung und 3 Kalbinnen wurden im Mittel 1.607 € bzw. 1.500 € gebo-ten. Zum Abschluss kamen noch 6 Jungrinder mit einem durchschnittlichen Gewicht von 397 kg und bes-ten Abstammungen zum Verkauf. Für diese wurden im Schnitt 993 € geboten.