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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: Der Bulle mit der Katolog Nummer 1 aus dem Zuchtbetrieb Weiß Manfred aus Ebertsried, ging an die Besamungsstation Neustadt/Aisch

Statistik Großviehmarkt 20.09.2017

Jahreshöchstpreise bei allen weiblichen Tierkategorien!

Auch ein gutes Jahr nach der Eröffnung der zentralen, niederbayerischen Vermarktungsanlage in Osterhofen hat diese noch nicht an Attraktivität für Besuchergruppen verloren. So informierten sich beim September-Zuchtviehmarkt die Vorstandschaft des Rinderzuchtverbands Traunstein sowie der Frauenbund von Nesselbach über das neue Vermarktungssystem.

Aber auch viele Kaufinteressenten hatten sich wieder auf den Weg nach Osterhofen gemacht, so dass alle 87 aufgetriebenen Fleckviehzuchttiere bei einer flotten Versteigerung schnell die Besitzer wechselten. 86 % der Tiere verblieben in Niederbayern und 14 % wechselten in Betriebe außerhalb Niederbayerns. Bei den Bullen erweckte der jüngste Bulle mit der Katalognummer 1 von Manfred Weiß aus Eberts-ried bei Kirchberg (Landkreis Regen) das Interesse der Besamungsstationen. Dieser natürlich hornlose Mahango-Sohn aus einer Grimm-Tochter der bekannten L-Linie im Züchterstall der Familie Weiß war mit knapp 12 Monaten bestens entwickelt und formalistisch sehr korrekt. Auch bezüglich seiner genomischen Zuchtwerte gehört er mit gGZW 131, MW 122, FW 114, FIT 110 bzw. Exterieurzuchtwerten von 109 – 106 – 105 – 117 – (114) zu den besten seiner großen Halbgeschwistergruppe von mittlerweile 847 Mahango-Söhnen. Für 8.800 € ging der Zuschlag für diesen Bullen schließlich an die Besamungsstation Neustadt. Sechs weitere Natursprungbullen wurden zu Preisen zwischen 1.800 € und 2.050 € versteigert. Von der Gruppe der 64 Jungkühe mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 27,7 kg kamen 98 % aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung, 17 % der Jungkühe stammten aus Melkroboter-betrieben und 13 % waren bereits wieder garantiert tragend. Je nach Qualität wurden Steigerungs-preise zwischen 1.280 € und 2.240 € bezahlt. Im Schnitt ergaben sich 1.799 € und damit der Spitzen-wert in diesem Jahr. Der Höchstpreis der Septemberversteigerung von 2.240 € wurde für die Kata-lognummer 98 von Franz Endl aus Silling bei Windorf (Landkreis Passau) geboten, die mit einem Gewicht von 670 kg und einer Tagesmilchmenge von 31,0 kg überzeugte. Für sechs schwere Kühe mit mehr als einer Kalbung, die im Mittel 783 kg Gewicht auf die Waage brachten, waren die Käufer bereit im Durchschnitt 1.607 € zu investieren. Aufgrund der aktuell attraktiven Zuchtvieh- und auch Kälberpreise erzielten die tragenden Kalbinnen ebenfalls einen bisherigen Jahreshöchstwert von im Schnitt 1.608 €.