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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto:Spitzenbulle Wallner aus dem Zuchtbetrieb von Albert Wallner aus Grottham, Bad Birnbach ging an die Bayern Genetik, Gut Altenbach

Statistik GV 15.11.2017

5 Bullen gehen an Besamungsstationen

Nach dem Abschluss der meisten Arbeiten in der Außenwirtschaft bei den Milchviehbetrieben sind mit 97 Zuchttieren wieder höhere Auftriebs- und Verkaufszahlen zu verzeichnen, wobei die Nachfrage für noch mehr Tiere vorhanden gewesen wäre. Auch die Besucherränge waren beim Zuchtviehmarkt in Osterhofen wieder gut gefüllt.

Aufgrund des hochwertigen Bullenangebotes waren auch die Vertreter der Besamungsstationen aus Bayern und Österreich zahlreich vertreten, so dass von den 12 Zuchtbullen schließlich 5 für den Besamungseinsatz ersteigert wurden. Gleich zwei Topbullen stammten aus der Zuchtherde von Albert Wallner aus Grottham bei Bad Birn-bach, die vom Bullenaufzuchtbetrieb Patrick Obermeier, Arnhofen vorgestellt wurden. Die Katalog-nummer 3 ist mit einem genomischen Gesamtzuchtwert von 137 der beste von 104 Wiscona-Söhnen und gehört aktuell sogar zu den 15 besten Bullen der internationalen Fleckviehzucht. Dementsprechend groß war das Interesse an diesem Bullen und nach einem langen Winkerduell fiel der Zuschlag für die Bayern-Genetik erst bei 53.000 €. Kaum weniger interessant war der Herzschlag-Sohn aus der Zaspin-Tochter Anica, der neben seinem hohen Gesamtzuchtwert von 131 auch mit den Exterieurzuchtwerten von 116 im Fundament bzw. 124 im Euter punkten konnte. Diesen Zuchtbullen sicherte sich für 37.500 € die Besamungsstation Neustadt/Aisch. Albert Wallner wurde damit für seine aufwendigen und beharrlichen Maßnahmen im Rahmen des Zuchtprogramms belohnt. Manfred Weiß aus Ebertsried, Gemeinde Kirchberg arbeitet sehr aktiv in der Zucht auf natürlich hornlose Tiere. Mit seinem natürlich hornlosen Zepter Sohn erweckte er internationale Aufmerksamkeit, so dass dieser Bulle seinen Besamungseinsatz an der österreichischen Besamungsstation in Hohenzell absolvieren wird, die dafür 7.200 € investierte. Die beiden restlichen Besamungsbullen wurden wiederum vom Aufzuchtbetrieb Obermeier vorge-stellt. Dabei handelte es sich um einen der besten Mandrin-Söhne, gezüchtet von Elmar Seitz in Walddachsbach, mit sehr ausgeglichenem Vererbungsmuster, der für 7.400 € an die Besamungsstation Höchstädt wechselte. Ein aufgrund der Linienführung mit Vater Inros und Mutter-Vater Zaspin interessanter Bulle mit hohen Milchleistungs- und Euterzuchtwerten ging schließlich für 3.500 € noch an die Bayern-Genetik. Weitere sechs Bullen wechselten für 1.700 € bis 2.350 € die Besitzer und werden bei Milchviehbe-trieben als Deckbullen im Natursprung eingesetzt. Für die 70 aufgetriebenen Jungkühe ergab sich eine flotte Versteigerung, wobei ein Durchschnitts-preis von 1.741 € zustande kam. Qualitätsbedingt reichte die Preisspanne von 1.080 € bis 2.520 €. 15 Jungkühe erzielten Preise von 2.000 € und mehr. Der Höchstpreis wurde für eine Rau-Tochter mit 735 kg Gewicht und 41,7 kg Milch von Bernhard Wensauer aus Zornhof, Gemeinde Pfeffenhausen geboten. Acht weitere Kühe mit mehr als einer Kalbung präsentierten sich mit durchschnittlich 34,5 kg Milch sehr leistungsstark und wurden dafür mit einem hohen mittleren Preis von 1.778 € hono-riert. Auch für die acht versteigerten Kalbinnen ist mit durchschnittlich 1.578 € ein Preisaufschlag gegen-über dem Zuchtviehmarkt im Oktober zu verzeichnen.

Die nächste Zuchtviehauktion in Osterhofen findet am Mittwoch den 13. Dezember 2017 statt.