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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: Der höchste Preis wurde für einen Manolo-Sohn erzielt, den Züchter Hans Bauer zeigt.

Statistik GV-Markt 08.08.2018

Großes Angebot für Sommerzuchtviehmarkt

Trotz der aktuell hohen Temperaturen war der August-Zuchtviehmarkt in Osterhofen gut besucht. Auch die Auftriebs- und Verkaufszahlen waren für einen Sommermarkt relativ hoch, so dass insgesamt 107 Fleckviehzuchttiere bei ausgeglichenem Verhältnis von Angebot und Nachfrage verkauft werden konnten. 95 % der Tiere wurden wieder von niederbayerischen Käufern erworben.

Die aufgrund der mittlerweile lang anhaltenden Hitzeperiode begrenzten Futtererträge auf Wiesen und Ackerflächen haben zu rückläufigen Preisen für weibliche Zuchttiere geführt. Bei den Zuchtbullen stand ein relativ großes Angebot von 14 Tieren zur Verfügung, von denen sich für 12 neue Besitzer fanden. Der Spitzenpreis in Höhe von 28.000 € wurde für den natürlich hornlosen Manolo-Sohn mit der Katalognummer 2 von Hans Bauer aus Griesbach bei Zwiesel (Lkr. Regen) von der Besamungsstation Neustadt/Aisch geboten. Der mit 11 Monaten sehr junge Bulle belegt Platz 5 von 231 getesteten Manolo-Söhnen und gehört damit zu den besten seiner Halbgeschwistergruppe. Er überzeugt außerdem durch ausgeglichene, hohe Zuchtwerte von GZW 132, MW 122, FW 111 und FIT 116. Auch alle Exterieurzuchtwerte liegen mit 108-118-110-106 (102) deutlich im positiven Bereich. Bei einem Kalbezuchtwert von 118 scheint er auch für Kalbinnen geeignet zu sein. Von der Besamungsstation Neustadt/Aisch wurde mit der Katalognummer 9 ein weiterer Bulle zum Preis von 3.500 € für den Besamungseinsatz ersteigert. Dieser Bulle führt in seiner Abstammung eine seltenere und damit interessante Linienkombination mit Erbhof aus Hagwirt aus Indossar. Mit einem Gesamtzuchtwert von 129 gehört auch dieser Bulle zu den besten Söhnen des Vaters Erbhof. Züchter ist Anton Obermeier aus Arnhofen bei Abensberg (Lkr. Kelheim). Zehn weitere Bullen wurden von Milchviehbetrieben zum Durchschnittspreis von 1.795 € für den Deckeinsatz erworben. Vor allem natürlich hornlose Bullen waren auch hier sehr gefragt. Für die 66 Jungkühe mit einer durchschnittlichen Tagesmilchmenge von 28,4 kg wurden im Mittel 1.573 € und damit knapp 140 € weniger als vor einem Monat erlöst. Je nach Qualität und Leistung wurden Preise zwischen 1.220 € und 2.160 € geboten. Die von der Bewertungskommission an die Spitze gestellte Ilja-Tochter aus der Zuchtherde der Ertl GdbR in Kleinloitzenried, Gemeinde Kirchberg (Lkr. Regen) erzielte den Höchsterlös von 2.160 €. Grundlage dafür waren eine Tagesmilchmenge von 35, 1 kg Milch bei einem Lebendgewicht von 660 kg. Daneben zeigte die Kuh keine Formfehler und war bereits wieder garantiert tragend. Insgesamt waren rund 30 % der Kühe bereits wieder garantiert tragend und fast alle Tiere stammten aus Betrieben mit gentechnikfreier Fütterung. Bei den acht Kühen mit zwei bis vier Kalbungen ergab sich ein durchschnittlicher Versteigerungspreis von 1.381 €. Die leistungsbereiten Tiere, zum Teil aus Bestandsaufgaben, brachten es auf eine mittlere Tagesmilchmenge von 34,3 kg.
Relativ günstige Einkaufsmöglichkeiten ergaben sich für die Käufer von Kalbinnen, die im Schnitt für 1.270 € gehandelt wurden, bei einer Preisspanne von 1.000 € bis 1.480 €. Allerdings waren dabei auch leichtere Tiere im Angebot, die noch längere Zeit bis zur Kalbung hatten.