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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: Reinerbig hornloser Manolo-Sohn von Stefan Penzkofer aus Frankenried

Statistik GV 11.07.2018

Hornloszucht in Niederbayern weiter erfolgreich

Beim Juli-Zuchtviehmarkt in Osterhofen war das Angebot von 87 Zuchtrindern größer als vor einem Monat. Trotzdem war das Angebot nicht ausreichend, so dass alle weiblichen Zuchttiere zu erfreuli-chen Preisen einen Absatz fanden. Aufgrund des interessanten Bullenangebotes waren mehrere Besamungsstationen aus Bayern und Österreich bei der Auktion vor Ort.

Vor allem ein reinerbig hornloser Manolo-Sohn aus der Zuchtherde von Stefan Penzkofer in Frankenried bei Geiersthal (Lkr. Regen) hatte das Interesse der Besamungsstationen geweckt. Aufgrund seiner genetischen Veranlagung sind alle künftigen Nachkommen dieses Bullen ebenfalls hornlos, was aus Sicherheitsgründen für Mensch und Tier angestrebt wird. Zusätzlich war dieser Bulle mit gerade 11 Monaten bereits bestens entwickelt und erreichte mit einem Gewicht von 550 kg Tageszunahmen von 1.522 g. Außerdem überzeugte der Bulle mit einem hervorragenden Exterieur. Mit einem gGZW von 129 nimmt er Platz 11 von 219 genomisch getesteten Manolo-Söhnen ein. Auch mit seinen weiteren Zuchtwerten hinsichtlich Milch, Fleisch, Fitness und Exterieur erfüllt er höchste Ansprüche. In einem langen Bieterwettstreit der Besamungsstationen erging der Zuschlag schließlich für 39.000 € an die Bayern-Genetik. Damit hat die intensive niederbayerische Zuchtarbeit im Bereich der Hornloszucht erneut Früchte getragen. Mit der Katalognummer 6 wurde ein weiterer Bulle von der Bayern-Genetik zum Preis von 5.600 € für den Besamungseinsatz ersteigert. Dieser Bulle steht an Platz 20 von bisher 239 typisierten Erbhof-Söhnen. Er wurde von Rita Dillinger in Einmuß, Landkreis Kelheim gezüchtet und vom Aufzuchtbetrieb Obermeier Patrick in Arnhofen bei Abensberg vorgestellt. Interessant ist der Bulle aufgrund seines ausgeglichenen Vererbungsbildes mit gGZW 128, MW 119, FW 119, FIT 109 bzw. Exterieurzuchtwerten von 102-104-105-108-(95). Auch die Linienführung mit Erbhof x Waldbrand x Ermut ist interessant. Vier weitere Bullen wurden von Milchviehbetrieben für den Einsatz im Natursprung zu Preisen zwi-schen 1.750 € und 2.050 €, im Mittel für 1.950 € erworben. Sehr flott gestaltete sich die Versteigerung der 58 angebotenen Jungkühe, die sich mit einer durch-schnittlichen Tagesmilchmenge von 29,7 kg sehr leistungsbereit präsentierten. Bei einem durch-schnittlichem Erlös von 1.710 € ergab sich eine Preisspanne je nach Qualität von 1.360 € bis 2.040 €. Die an Platz 1 gereihte Spitzenjungkuh, eine Ilja-Tochter mit einem Gewicht von 670 kg und einer Tagesmilchmenge von 31,5 kg von der Ertl GdbR aus Kleinloitzenried, Gemeinde Kirchberg (Lkr. Regen) war dem Käufer 2.020 € Wert. Den Tageshöchstpreis von 2.040 € erzielte Elfriede Gruber aus Notzingermoos bei Oberding (Lkr. Erding) für eine 690 kg schwere und mit 37,8 kg Milch sehr leistungsstarke Helderberg-Tochter. Für 10 Kühe mit mehr als einer Kalbung, überwiegend aus Bestandsaufgaben, wurde ein mittlerer Versteigerungspreis von 1.598 € ermittelt. Die durchschnittliche Tagesmilchmenge erreichte 30,7 kg und das mittlere Lebendgewicht 705 kg bei in der Spitze 950 kg. Abschließend wurden noch 10 Kalbinnen zu einem durchschnittlichen Preis von 1.406 € versteigert, wobei Gebote von 1.260 € bis 1.560 € erzielt wurden.