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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto: „Spitzenjungkuhpreise beim Juni-Zuchtviehmarkt“

Statistik GV 13.06.2018

Spitzenpreise bei knappem Angebot

Die Auftriebszahlen bei den Zuchtviehmärkten sind über den Sommer hinweg aufgrund von Arbeiten auf Feldern und Wiesen generell niedriger. Mit 69 Tieren war der Auftrieb beim Juni-Zuchtviehmarkt in Osterhofen jedoch auch für einen Sommermarkt relativ gering, so dass nicht alle Kaufinteressenten die gewünschte Anzahl an Tieren erwerben konnten.

Das knappe Angebot und vor allem die sehr gute Qualität der Verkaufstiere haben zu deutlich höheren Preisen als bei den Zuchtviehmärkten der letzten Monate geführt. Zu Beginn der Auktion gingen 3 Zuchtbullen zu einem mittleren Preis von 1.900 € an Milchviehbetriebe für den Einsatz in den Natursprung. Der Höchstpreis von 2.000 € wurde für einen bestens entwickelten Herzog-Sohn, gezüchtet von Hans Bauer aus Griesbach bei Zwiesel, geboten. Aufgrund der guten Tierqualität konnten von den 49 verkauften Jungkühen bis auf drei Tiere alle in die Wertklasse 2 eingestuft werden. In Verbindung mit einer hohen Tagesmilchmenge von im Mittel 29,5 kg wurde ein Durchschnittspreis von 1.771 € erzielt, der um 200 € über dem Ergebnis des Vormonats liegt. Auch der hohe Anteil von 22 % bereits wieder tragenden Jungkühen hat zu der positiven Preisentwicklung beigetragen. Die Preisspanne reichte von 1.220 € bis 2.240 €, wobei 9 Tiere mindestens 2.000 € erlösten. Der Höchstpreis von 2.240 € ging an die Spitzenjungkuh von Johann Hollmayr aus Wetzelsdorf bei Teisnach (Lkr. Regen). Diese Illumina-Tochter brachte es auf ein Lebendgewicht von 760 kg und überzeugte daneben mit einer Tagesmilchmenge von 29,8 kg bei sehr guten Inhaltsstoffen von 4,41 % Fett bzw. 3,57 % Eiweiß und bestem Melkbarkeit von 3,3 kg pro Minute. 7 Kühe mit mehr als einer Kalbung, überwiegend aus Bestandsaufgaben, präsentierten sich voll im Doppelnutzungstyp (Fleisch und Milch). Dies wird belegt mit einem Durchschnittsgewicht von 786 kg und einer mittleren Tagesmilchmenge der laktierenden Kühe von 33,8 kg. Von den Käufern wurde dies mit einem hohen Durchschnittspreis von 1.746 € honoriert, wobei der Spitzenpreis von 2.280 € für eine Wildwest-Tochter von Sebastian Stanglmayr in Pfettrach, Gemeinde Altdorf bei Landshut bezahlt wurde. Diese brachte 800 kg auf die Waage, hat vor vier Wochen gekalbt und überzeugte mit einer Tagesmilchmenge von 35,8 kg. Abschließend wurden noch 7 Kalbinnen zu einem durchschnittlichen Preis von 1.396 € versteigert, wobei Gebote von 1.200 € bis 1.660 € erzielt wurden.