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Zuchtverband für Fleckvieh

in Niederbayern

Foto:  Spitzenbulle Kat.-Nr. 3 gezüchtet von Josef Diewald in Einberg bei Bernried und aufgezogen von Manfred Weiß in Ebertsried, Gemeinde Kirchberg

Kat.-Nr. 1 ein Versmold-Sohn gezüchtet von Albert Wallner in Grottham bei Bad Birnbach und aufgezogen von Patrick Obermeier in Arnhofen, Gemeinde Abensberg

Statistik GV-Markt 08.05.2019

Trotz laufender Silierarbeiten Markt geräumt

Trotz der laufenden Silierarbeiten auf den Wiesen konnte das relativ große Angebot von 116 Zuchttieren beim Großviehmarkt am 08.05.2019 in Osterhofen fast vollständig vermarktet werden. Auch die Schüler der Landwirtschaftlichen Berufsschule in Pfarrkirchen informierten sich über die Vermarktungsanlage und das aktuelle Marktgeschehen.
Das Bullenangebot war mit sechs Tieren eher knapp, aber die Qualität sehr ansprechend. Vor allem die Katalognummer 3 gezüchtet von Josef Diewald in Einberg bei Bernried (Lkr. Deggendorf) und aufgezogen von Manfred Weiß in Ebertsried, Gemeinde Kirchberg (Lkr. Regen) war bei mehreren Besamungsstationen sehr begehrt. Dieser beste von bisher 352 getesteten Haribo-Söhnen überzeugte durch seine interessante Linienführung (MV Paradys) und hohen Leistungszuchtwerten (GZW 133, MW 125, FW 99, FIT 123). Der Bulle selbst war hinsichtlich seines Erscheinungsbildes sehr korrekt und lässt auch eine sehr gute Exterieurvererbung bei seinen Nachkommen erwarten (95-111-107-116-107). Bei der Versteigerung ergab sich ein langes Winkerduell zwischen den Besamungsstationen, wobei die Besamungsstation Neustadt bei einem Preis von 21.500 € schließlich den Zuschlag erhielt.
Auch die Katalognummer 1, einer der besten Versmold-Söhne aus der bekannten A-Linie des Zuchtbetriebes Wallner Albert in Grottham bei Bad Birnbach (Lkr. Rottal-Inn) und vorgestellt vom Aufzuchtbetrieb Patrick Obermeier in Arnhofen, Gemeinde Abensberg (Lkr. Kelheim), schaffte die Hürde für den Besamungseinsatz. Er wurde für 3.500 € von der Bayern-Genetik ersteigert. Mit 12 Monaten war der Bulle noch sehr jung, aber bereits bestens entwickelt und brachte es auf Tageszunahmen von 1.501 g. Weitere Vorzüge sind ein Gesamtzuchtwert von 128 bzw. ein Milchwert von 126. Aufgrund seiner Zuchtwerte sind auch problemlose Kalbungen (K 120) und korrekte Euter (ZW 115) bei seinen Töchtern zu erwarten.
Drei weitere Bullen wurden für durchschnittlich 1.800 € von Milchviehbetrieben für den Einsatz im Natursprung erworben.

Die Gruppe der 75 Jungkühe präsentierte sich mit einer mittleren Tagesmilchmenge von 29,8 kg sehr leistungsstark. Rund ein Viertel der Kühe war bereits wieder garantiert tragend, was bei den Käufern sehr geschätzt wird. Die Preisspanne reichte von 1.000 € bis 1.960 € bei einem Durchschnittspreis von 1.570 €. Der Höchstpreis ging an die an die Spitze gestellte Losung-Tochter von der Wanninger GdbR in Rieglkopf, Gemeinde Kollnburg (Lkr. Regen). Neben einer Tagesmilchmenge von 30,9 kg bzw. einem Gewicht von 700 kg überzeugte diese Jungkuh auch durch korrekte Formeigenschaften wie Fundament und Euter.
Für 15 Kühe mit zwei bis fünf Kalbungen, größtenteils aus einer Bestandsaufgabe, wurden im Schnitt 1.184 € geboten.
Eine mit 17 Stück größere Anzahl an Kalbinnen erzielte Preise zwischen 1.300 € und 1.640 €, wobei ein Mittelwert von 1.433 € erzielt wurde. Die Spitzenkalbin, eine Iserschee-Tochter mit einem Gewicht von 825 kg, stellte Karl-Heinz Völkl aus Stubenhof bei Stallwang (Lkr. Straubing) und wurde mit dem Höchstpreis honoriert.

Die nächste Zuchtviehauktion in Osterhofen findet am Mittwoch den 12. Juni 2019 statt.